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Interview: Truckdump - Die amerikanische Weise einen LKW zu entleeren

24.07.2019 | Noticias | SWISS KRONO Group

South Carolina. An unserem Standort in Barnwell entsteht eines der modernesten Werke in Nordamerika. Wir haben mit dem gelernten Anlagenbauer Bernd Henrich (48) über die neue Anlage „Truckdump“ und die Verwertung von Fremdhackschnitzeln gesprochen.

Herr Henrich, im Werk in Barnwell wurde vor kurzem die Anlage Truckdump, für die Annahme von Fremdhackschnitzeln eingeweiht. Können Sie uns erklären was es mit Hack- bzw. Fremdhackschnitzeln auf sich hat?

Hackschnitzel ist der eigentliche Überbegriff, es handelt sich dabei um grob zerkleinertes Holz. Meistens wird diese Bezeichnung für selbst produzierte Hackschnitzel verwendet. Der Begriff Fremdhackschnitzel bezieht sich dann auf zugekauftes Material. Hackschnitzel sind der wichtigste Ausgangsrohstoff bei unserer Produktion.

Welche Vorteile bringt die Verwertung solcher Fremdhackschnitzel?

Wir sind bei Versorgungsengpässen und Preisschwankungen flexibler bei der Rohmaterialbeschaffung. Wenn zum Beispiel die Hackerlinie oder der Log-Kran ausfällt, kann durch Fremdhackschnitzel die Versorgung sichergestellt werden.

Bei der Anlieferung kommt die neue Anlage Truckdump zum Einsatz. Können sie uns erklären wofür sie genutzt wird?

Der Truckdump wird benutzt, um Fremdhackschnitzel und Brennstoff von LKWs aufzunehmen und in die entsprechenden Lager weiterzuleiten.

Können Sie uns den Ablauf bei der Entleerung eines LKWs beschreiben?

Der LKW muss bei uns rückwärts eine Rampe hochfahren, bis er an einer Abstützung „andockt“. Dann öffnet der Fahrer die Entladeklappe an seinem Aufleger und begibt sich zum Bedienterminal außerhalb des Sicherheitsbereichs. Von dort startet er den „Kippvorgang“. Der Ausleger samt LKW beginnt nun, sich in eine vertikale Position von 63 Grad zu begeben, bis schließlich die komplette Ladung in einen Auffangbehälter gelangt ist. Wenn sich der LKW wieder in waagerechter Ausgangslage befindet, koppelt der Fahrer den LKW ab und fährt zur Waage. Das Besondere ist, dass der ganze Ablauf kein zusätzliches Bedienpersonal unsererseits bedarf. Alles wird komplett vom LKW-Fahrer abgewickelt.

So ein vollbeladener LKW wiegt unheimlich viel, wie werden die Fahrzeuge auf dem Ausleger fixiert?

Der LKW wird mit einer Kette an der Stoßstange zum Ausleger fixiert. Dies ist die einzige Sicherung.

Welche Vorteile bietet das Kipp-Verfahren bei der Entleerung?

Das Entladen von LKWs geht mit dem Kippverfahren schneller als mit herkömmlichen Verfahren, wie zum Beispiel Schubböden oder der Entleerung mit Radladern, wie es andernorts praktiziert wird. Außerdem werden mithilfe von Truckdump und dem angeschlossenen Bandförderer keine Radlader mehr benötigt, um die Hackschnitzel ins Lager zu transportieren.

Was passiert mit den Hackschnitzeln nach dem Entladen?

Nach dem Entladevorgang laufen die Hackschnitzeln über ein grobes Scheibensieb, hierbei werden übergroße Stücke aussortiert. Die restlichen Hackschnitzel werden über einen Bandförderer dem Hackschnitzellager zugeführt. Bei der Anlieferung von Brennstoff läuft dies ebenfalls über das Scheibensieb, ehe der Brennstoff über eine Umschaltklappe der Rindenförderanlage zugeführt wird, wo eine Nachzerkleinerung und eine erneute Siebung stattfinden. Von dort aus geht es dann ins Brennstofflager.

Werden Anlagen wie Truckdump auch in Europa genutzt?

Ist mir bisher nicht bekannt. Zumindest nicht in unseren Werken. In Europa haben die meisten LKW einen integrierten Schubboden.

Vielen Dank für das Interview Herr Henrich!

Pressekontakt

Katja Hallbauer
Comunicación empresarial