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Holzplatz – Startpunkt aller Herstellungsprozesse

27.09.2019 | News | SWISS KRONO Group

Heiligengrabe. Egal ob OSB, MDF oder Laminat – alle Produktionsprozesse beginnen mit dem richtigen Holz. Doch welche Kriterien sind dabei wichtig? Wir haben uns auf dem Holzplatz umgeschaut.

Wenn man in Heiligengarbe das Besucherzentrum und die großen Werkshallen passiert, gelangt man an einen besonderen Ort – der Holzplatz ist Startpunkt aller Herstellungsprozesse im Werk. Unter freiem Himmel gelegen, erstreckt er sich über rund 89 000 Quadratmeter, dies entspricht einer Fläche von zwölf Fußballfeldern. Hier lagert eine Menge Holz, die Gesamtkapazität beträgt ungefähr 110 000 Raummeter, genug Holz um 3300 Seecontainer zu befüllen. Soweit das Auge reicht sind Baumstämme zu meterhohen Holzpoltern aufgeschichtet, dazwischen reger Betrieb. Immer wieder stehen LKWs mit frischen Baumstämmen bereit und warten darauf, dass die großen Spezialbagger „Kalmar“ den Nachschub von ihren Ladeflächen holen. Mit jedem Griff befördert der „Kalmar“ genügend Holz, um damit ein komplettes Einfamilienhaus für ein Jahr zu beheizen. 

Wir laufen weiter bis ans Ende des Holzplatzes, hier an der Wache Ost erfolgt die Anlieferung. Gerade hat ein LKW das Tor passiert und fährt von der Waage in Richtung Holzaufmaß. Bei der Ausfahrt wiederholt der Fahrer die Wiegeprozedur, nachdem sein Fahrzeug komplett entladen wurde. Auf diese Weise wird das exakte Gewicht der Lieferung bestimmt. Neben der Wache Ost erfolgt die Rohstoffanlieferung auch über den Güterbahnhof Liebenthal, der sich ebenfalls auf dem Werksgelände befindet.

„Wir nutzen ausschließlich zertifiziertes Durchforstungsholz.“

Jens Wegner, Leiter Holzplatz.

Beim Holzaufmaß wird das Holz dann anhand bestimmter Qualitätsrichtlinien geprüft und entsprechend aufgeteilt: wichtige Parameter bei der Qualitäts-Bestimmung sind unter anderem, wie gerade das Holz gewachsen ist, welchen Durchmesser der Stamm aufweist, der Grad der sogenannten Bläue, eventuelle Fäulnis im Stamm und die Beschaffenheit der Äste. Wird das Holz diesen Kriterien nicht gerecht, ist es für die Produktion ungeeignet. Je nach Bestimmung des Holzes, also OSB oder MDF, wird das Holz nun abgelegt und gestapelt. Der Entwässerungsgraben trennt den Holzplatz dabei grob in zwei Bereiche für helleres und dunkleres Holz. Wichtig für die reibungslose Produktion in der kalten Jahreszeit ist das Winterlager. Hier wird Holz zurückgehalten, falls die Waldböden zu feucht sind und nicht bewirtschaftet werden können.

Der Großteil des in Heiligengrabe verarbeiteten Holzes stammt von Nadelbäumen aus Deutschland. Hierbei wird auf zertifiziertes Forstholz zurückgegriffen, Rodungsholz kommt bei SWISS KRONO nicht zum Einsatz. Neben Nadelholz wird für die Produktion auch rund dreißig Prozent Laubholz benötigt. Insgesamt werden so pro Tag rund 250 bis 300 LKW-Ladungen Holz entgegengenommen.

Pressekontakt

Katja Hallbauer
Corporate Communications