Herstellung von OSB-Platten

11.10.2019 | News | SWISS KRONO Group

Heiligengrabe. OSB-Platten sind vor allem im Holzbau ungemein populär und gelten als Allrounder. Doch was verbirgt sich hinter dem Namen und wie sieht das Produktionsverfahren im Detail aus? Produktmanager Stefan Gottfried hat uns Einblick in die Abläufe gegeben.

Seit dem Jahr 2001 wird in Heiligengrabe die beliebte Grobspan- oder auch OSB-Platte hergestellt. OSB ist hierbei eine Kurzform für die englische Bezeichnung „Oriented Strand Board“, welche sich von dem Produktionsverfahren ableitet, bei dem die Furnierstreifen bzw. Strands ausgerichtet („Oriented“) gestreut werden. Doch dazu an späterer Stelle mehr, beginnen wir zunächst ganz am Anfang, mit dem Holz.

Bei der OSB-Produktion verwendet SWISS KRONO ausschließlich frisches Durchforstungsholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, welches aus der näheren Umgebung bezogen wird. Nach der Anlieferung über den Holzplatz, werden die Baumstämme auf die Aufgabestrecke gelegt und in die Anlage befördert.

Hier sorgen zunächst zwei große Trommelentrinder dafür, dass die Rinde von den Stämmen entfernt wird. Nun wird das Holz im Zerspaner zu Strands zerkleinert. Die gewonnenen Furnierstreifen laufen anschließend über ein Förderband in die Trocknungsanlage, wo ihnen bei ca. 200 Grad Celsius die Feuchtigkeit entzogen wird. Der entstehende Wasserdampf wird gereinigt und über einen Schornstein abgeschieden. Die getrockneten Holzfasern werden nun in die Siebanlage weitergeleitet, wo sie in grobe Teile für die Deckschicht und in feinere Teile für die Mittelschicht separiert werden. Zu feine Fasern werden herausgesiebt und zur Energiegewinnung verwendet.

Im nächsten Produktionsschritt kommt die zweite wichtige Komponente zum Einsatz – in der Beleimungsanlage werden die Fasern mit einem geringen Anteil formaldehydfreiem Leim besprüht. Die Strands werden zur Produktionslinie transportiert, wo sie orientiert auf das Band aufgestreut werden. Hierbei werden, im Verfahren der Vier-Lagen-Streuung, zunächst die groben Fasern in Produktionsrichtung zu einer Deckschicht aufgestreut, ehe mit den feineren Fasern zwei Mittelschichten quer zu Produktionsrichtung gestreut werden. Abschließend wird eine weitere Deckschicht aufgetragen. Der entstandene Spankuchen wird auf seinem Weg zur Presse in der Bedampfungsanlage vorgeheizt, bevor er dann bei 200 Grad Celsius zu einem endlosen Strang verpresst wird. Der Plattenstrang wird anschließend von einer Diagonalsäge in bis zu 18 Meter lange Platten geschnitten.

Sobald der Zuschnitt erfolgt ist, werden die Platten in einem Kühlwender heruntergekühlt. Nun bekommen die Platten in der Schleifstraße, je nach Bedarf ihren Endschliff oder werden ungeschliffen zur Abstapelanlage weiterbefördert, wo sie zu handelsüblichen Paketen abgestapelt werden. Zuletzt kommen die gestapelten Platten in die Verpackungslinie und werden transportfertig verpackt.

Pressekontakt

Katja Hallbauer
Unternehmenskommunikation