Aushängeschild für den modernen Holzbau: Suurstoffi 22

10.08.2018 | News | SWISS KRONO Deutschland

Das erste Holzhochhaus der Schweiz – 10 Stockwerke und 36 Meter hoch

Mit diesem Projekt ist der Modulbau nun tatsächlich in der Championsleague des Holzbaus angekommen: Effiziente Planung, hervorragende Architektur sowie der Mut für Neues zeichnen Suurstoffi aus! 371 Module professionell gefertigt und in Rekordzeit aufgestellt, weisen den Weg in eine vielversprechende Zukunft für den modernen Holzbau.“ Patrick Suter, Dipl. Bauingenieur, ERNE AG Holzbau

Auf dem ehemaligen Industrie-Areal Suurstoffi im schweizerischen Risch-Rotkreuz entsteht für die Zug Estates AG in Zusammenarbeit mit Burkard Meyer Architekten das erste Holz-Hochhaus der Schweiz. Der Startschuss für die Holz-Beton-Verbundkonstruktion fiel Ende Juli 2017, im Juli 2018 wurden die Arbeiten pünktlich fertiggestellt. Suurstoffi 22 – ein zehngeschossiges, 36 Meter hohes Bürogebäude als internationales Aushängeschild für den modernen Holzbau.

Das Gebäude

Zwei sich überschneidende Körper bilden die Silhouette des Bürokomplexes Suurstoffi 22. Diese sind unterschiedlich hoch und jeweils um ein zentrales Element konzipiert. Der bahnseitige Turm umschließt den Kern, der niedrige rückwärtige Teil einen Innenhof. Dieser sorgt innerhalb des ausgedehnten Grundrisses für das erforderliche Tageslicht sowie räumliche Querbeziehungen. Nach oben weitet sich der Hof aus und verknüpft sich räumlich mit einer Dachterrasse.

Innovation aus Holz

Weltweit steigt der Trend, den mehrgeschossigen Gebäudebau mit Holz zu realisieren. Mit diesem Trend gehen die Planer von Suurstoffi 22 und setzen mit dem ersten Holz-Hochhaus der Schweiz international und nachhaltig Maßstäbe für den modernen Holzbau!
Ermöglicht wird diese Entwicklung durch ein Umdenken bei der Verwendung von Holz im Allgemeinen und der Anwendung neuester Erkenntnisse, mit gleichzeitig ganzheitlicher Beachtung des Brandschutzes.

Neuartiges Verbunddeckensystem

Die ERNE AG Holzbau entwickelte getreu dem Motto „Wir bauen vorwärts“ gemeinsam mit Partnern ein innovatives Verbunddeckensystem, welches alle Eigenschaften einer hochmodernen Bürodecke in einem einzigen vorgefertigten Bauteil abzudecken vermag. Zum Einsatz kam unter anderem das vom Holzbauunternehmen selbst entwickelte System SupraFloor. Mit diesen speziellen Holz-Beton-Verbundelementen konnte man drei Faktoren unter einen Hut bringen: Die gewünschte Deckenstärke, die Kosten und die thermische Nutzung der Gebäudemasse. Das hybride Holz-Beton-Deckenelement ist außerordentlich effizient und wurde werksseitig komplett vorgefertigt. So konnten Einbauzeiten vor Ort auf ein Minimum reduziert werden. Die verhältnismäßig dünne Betondecke wurde im Werk mit Holzträgern verbunden und bereits mit den wesentlichen Haustechnikelementen, wie Heizung, Klima und Lüftung ausgestattet.

Prädestiniert: Holz als Hauptbestandteil des Hybrid-Baus

Aufgrund eines strengen und eng getakteten Terminplans wurde höchste Präzision verlangt. Eine vorhergehende, detailgetreue Planung vom Anfang bis zur Fertigstellung war entscheidend ­– hier konnte der moderne Holzbau auf ganzer Linie punkten.

Das von ERNE patentierte Holz-Beton-Verbundsystem kombiniert intelligent die Vorzüge aus zwei völlig verschiedenen Bereichen: Eine 12 cm starke Betonplatte übernimmt die Druckkräfte und sorgt für gute Brand- und Schallschutzeigenschaften. Darunter liegen im Abstand von 100 cm Fichtenunterzüge mit Querschnitten von 16 x 30 cm, die durch eingeklebte Lochbleche schubsteif mit der Betondecke verbunden sind und die Zugkräfte abtragen. Darüber hinaus erlaubt diese Bauweise eine um vier bis sechs Monate verkürzte Bauzeit, da die einzelnen Deckenelemente einschließlich des neuartigen Heiz- und Kühlsystems im Werk vorgefertigt werden.

SWISS KRONO LONGBOARD OSB als Blindschalung für die innovative Holz-Beton-Verbunddecke

Speziell für dieses neuartige Holz-Beton-Verbunddeckensystem wurden SWISS KRONO LONGBOARDS OSB als Blindschalung verwendet. SWISS KRONO OSB ist formstabil und extrem belastbar. Die wasserabweisende Oberfläche der extralangen OSB-Elemente eignet sich hervorragend für Einschalungen.

Allein mit dem Einsatz von ca. 22 m³ SWISS KRONO OSB wird eine Einsparung von 22 Tonnen CO2 erreicht – insgesamt werden mit der Errichtung des Vorzeige-Hybridbaus 1.500 Tonnen CO2 langfristig eingespeichert.

Suurstoffi 22 - Vorreiter und Inspiration

Im Baufeld 22 sind inzwischen zwei weitere Projekte für insgesamt 155 Mio. Euro geplant und bereits bewilligt – diese sollen den jüngst fertiggestellten Bau sogar noch übertrumpfen. Spätestens im Sommer 2019 werden neben dieser exemplarischen Holzkonstruktion, nur ein paar Hundert Meter entfernt, ein weiterer 30 m- sowie ein 60 m-Holzturm in die Höhe ragen.

Insgesamt wächst auf dem ehemaligen Industriegelände ein vorbildliches und ausgeglichenes Quartier heran: Mit dem Areal Suurstoffi ist ein integriertes und verkehrsfreies Quartier, in dem Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten miteinander verbunden sind, entstanden.
Eine Vernetzung, die Synergien schafft und langfristige Perspektiven für vielseitige Business-Ideen bietet. Abschließend soll Raum für 1500 Bewohner, 2000 Studenten und über 2500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Für alle drei Projekte auf dem 10 ha großen Areal ist die in Zug ansässige Zug Estates-Gruppe verantwortlich.  Mit diesen drei innovativen mehrgeschossigen Gebäuden beweist der Projektentwickler, dass Holzbau in Bezug auf Kosten mit dem konventionellen Bau bequem mithalten und diesen beim Faktor Zeit sogar übertreffen kann. Im Vergleich zur konventionellen Bauweise wurden ganze acht Monate Bauzeit und in puncto Nachhaltigkeit ganze 1.500 Tonnen CO2 eingespart.

Gebäudeart

10-geschossiges Bürogebäude in Hybridbauweise

Bauherr

Zug Estates AG

Baujahr

August 2016 – Juli 2018

Holz-Beton-Verbunddecke / Schalung

SWISS KRONO LONGBOARD OSB/4 BAZ, geschliffen
25 x 2810 x 9000 mm 10 Stück =253 m2
25 x 2810 x 12000 mm 18 Stück = 640 m2

CO2-Einsparung durch SWISS KRONO OSB

CO2-Einsparung durch gesamten Holzbau

Ca. 22,3 m3 – das entspricht ca. 22 t gespeichertem Kohlendioxid

Ca. 1.500 m3 – das entspricht ca. 1.500 t gespeichertem Kohlendioxid

Beteiligte Unternehmen